121 COYOTES !. (2026)
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COYOTES I (2026) | ![]() | ||||||
"Der Steppenwolf " (H. Hesse, 1927) wird 100 Jahre alt! Hesse suchte schon damals Antworten auf die Fragen seiner Zeit. Einer Zeit zwischen Kriegen (auch innerlichen!), und einer Zeit in der große Umwälzungen ein kulturelles Unbehagen auslösten. (Bauhaus, Jazz, atonale Musik, Abstraktion in der Kunst, Psychoanalyse etc.) Das Aufkommen der modernen Massenkultur von damals kann mit heutigen Umbrüchen (KI) verglichen werden. | |||||||
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Das ikonische Gedicht "Howl" (Allen Ginsberg, 1955) hat eine ähnliche Intentionen. Es war die Beschreibung einer kaputten Welt zwischen Sex, Drogen und Alkoholexzessen. Es ist ein Abgesang auf "die besten Köpfe seiner Generation - zerstört vom Wahnsinn ..." Schließlich wurden damals im freiesten Land der Welt Kritiker wegen „unamerikanischer Aktivitäten“ verhaftet. Das Gedicht gilt als wegweisend für die Beat-Generation und es entlarvt auch heute, etwa im Hinblick auf den Epstein-Komplex, die Dekadenz einer gesellschaftlichen Klasse. | |||||||
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Zu den besten Köpfen meiner Generation zählt Joseph Beuys. Jahrzehntelang trat meine Generation für Gewaltlosigkeit, für Abrüstung, für Humanität und für prinzipielle Naturerhaltung ein. Dazu gehörte auch die Aktion "I like America and America likes Me." 1974, in der Galerie Block in New York. Was ist aus dem Beuys-Werk geworden? Ist es in der Breite jemals als "Große Versöhnung" verstanden worden? | |||||||
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Das Unikatbuch COYOTES nimmt diese Literaturzitate auf und inszeniert sie neu. Es ist ein Versuch zu verstehen, woher "der Pesthauch kommt, der das Chaos entfaltet. (Kara Walker)", vor dem wir nun 100 Jahre später wieder stehen. COYOTES ist eine Analyse der Absurdität einer sich ändernden Welt, die im Status quo gefangen ist. Es greift die Intention der Beuys-Aktion aus 1974 auf, weil Amerika sein Trauma immer noch nicht überwunden hat und mehr denn je gespalten ist; die Spaltung schwappt auf Europa über. | |||||||



